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Evangelischer Friedhof Friedau

Friedhof Friedau

Nach der Zeit des Geheimprotestantismus gab es ab 1856 wieder reges evangelische Leben im heutigen Pfarrgemeindegebiet.

1856 kauft Reichsgraf Gustav Adolf von Bentinck die Herrschaft von Friedau und Kirchberg / Pilach. 

Da seine Gefolgschaft auch evangelisch war, erwirkte der Reichsgraf die Errichtung eines evangelischen Friedhofes in Friedau, anlässlich seines verstorbenen Reitknechts Johann Döster, welcher am 28. August 1857 auf seinem Grundstück nach protestantischen Ritus beerdigt wurde.

Die Zustimmung wurde auch am 20. Nov. 1857 vom k.k. Bezirksamt in St. Pölten in Aussicht gestellt, insofern eine Gundbucheintragung erfolgen würde.

Am 26. Nov. 1857 stiftete Gustav Adolf Reichsgraf von Bentinck somit ein Stück Wald auf dem evangelischen Kalvarienberg, 500m südlich des Schlosses als evangelsichen Beerdigungsplatz.

Am 15. April 1858 wird dieser offiziell genehmigt und ins Grundbuch als Servitutsrecht für die evangelische Kirche festgeschrieben.

Der Gartensaal im Schloss Friedau wird ab 1858 als Schlosskapelle eingerichtet (im Volksmund „Tempel“). Der Marmoraltar hatte die Inschrift: "Jesus Christus gestern heute und derselbe auch in Ewigkeit“ Hebräerbief 13,8.

Seit dieser Zeit wurden an unterschiedlichen Orten im Gebiet St. Pölten wieder regelmäßig evangelischen Gottesdienste gefeiert.

Die Glocke der Evangelischen Kirche in St. Pölten weist mit dem selben Spruch auf die ervangelischen Wurzeln in Friedau hin.